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200 Stellen für die Universität
 

Allein 50 neue Professuren für die Kasseler Hochschule

Nachdem die Zahl der Studierenden an der Universität Kassel in den vergangenen Jahren auf 25?000 gestiegen ist, wird nun auch beim Personal nachgelegt. An der Hochschule werden 200 neue Stellen geschaffen, darunter allein 50 neue Professuren. Damit gibt es künftig 360 Professuren an der Uni Kassel, die in diesem Jahr 50 Jahre alt wird – ein Anstieg von 15 Prozent.

Uni-Präsident Reiner Finkeldey spricht von einem „großen und notwendigen Schritt“, der die Attraktivität der Universität erhöhen und für eine „deutliche Schärfung des Forschungsprofils“ sorgen werde. Finanziert wird der Ausbau durch den Hessischen Hochschulpakt. Dieser, so Finkeldey, stelle eine „breitere verlässliche Finanzierung“ der hessischen Universitäten dar. Das Land stellt der Kasseler Hochschule dieses Jahr 195 Millionen Euro bereit. Bis 2025 solle sich der Betrag auf 228 Millionen Euro erhöhen, so ein Sprecher. Projekt- und Drittmittel seien dabei nicht mitgerechnet.

Mit dem zusätzlichen Geld, das durch Bundesmittel ergänzt wird, sollen unter anderem bis zu 17 Professuren für das neue wissenschaftliche Zentrum für nachhaltige Transformationen geschaffen werden. Mit der Nachhaltigkeitsforschung will die Kasseler Hochschule einen neuen Schwerpunkt herausbilden. Aber auch das bestehende Forschungs- und Lehrangebot soll verbessert werden. So entstehen etwa drei documenta-Professuren, eine Professur für Künstliche Intelligenz, zwei Professuren in der Psychotherapie sowie sechs Professuren zum Ausbau der Ausbildung von Lehrern.

Nicht alle 200 Stellen wurden gänzlich neu geschaffen. In ihnen stecken auch einige bisher befristete Stellen von wissenschaftlichen Mitarbeitern, die nun zu Dauerstellen werden. So sollen die Lehre und das Betreuungsverhältnis von Studenten zu Lehrkräften verbessert werden.

Die Initiative „Uni Kassel unbefristet“ begrüßt die Entwicklung. Allerdings seien 87 Prozent des wissenschaftlichen Personals der Uni Kassel befristet beschäftigt. „Da reichen 200 Stellen nicht, um das Problem zu lösen“, sagt Norma Tiedemann von der Initiative.

HNA, 18.01.2021 von Bastian Ludwig