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Region mit starken Projekten
 

Jugend forscht: 13 Teams aus Nordhessen fahren nach Darmstadt

ordhesen schickt im Rahmen des Wettbwerbs "Jugend Forscht" 13 Teams zum Landesentscheid. Sie wurden am Wochenende im Regionalwettbewerb prämiert.

Langsam fährt das insektenartige Fahrzeug mit seinen stakeligen Radaufhängungen eine steile Rampe hinauf, bleibt immer wieder stehen, sondiert das Gelände und fährt die Rampe vorsichtig wieder hinunter. Vor einem großen Hindernis stoppt es erneut, erfasst die neue Situation und umfährt den Steinbrocken geschickt. Marsrover nennen  Lukas Klinger (17) und  Marcel Krippner (18) aus Edermünde-Grifte ihr futuristisch anmutendes Gefährt. Der ferngesteuerte, teilautonome Roboter kommt in schwierigstem Gelände klar und sucht sich mittels intelligenter Sensorik den Weg des geringsten Widerstands.

 

Die beiden Schüler haben im Regionalentscheid Nordhessen des Wettbewerbs „Jugend forscht“ (15 bis 21 Jahre) einen ersten Platz belegt und nehmen mit zehn weiteren Siegern sowie zwei Erstplazierten in der Kategorie „Schüler experimentieren“ (bis 14 Jahre) Mitte März am Landeswettbewerb in Darmstadt teil. Sind sie dort erfolgreich, geht es im Mai zum Bundesentscheid nach Erlangen.

 

Am Samstag hat das Marsrover-Duo, dass den Roboter am Schülerforschungszentrum Nordhessen (SFN) entwickelt hat, mit den anderen 36 teilnehmenden Teams seine Arbeit in den Räumen von SMA in Niestetal präsentiert. Der Solartechnik-Hersteller hat den Regionalwettbewerb 2008 nach Nordhessen geholt und ihn mittlerweile zum zehnten Mal ausgerichtet. Seither wurden 269 Projekte eingereicht.

 

Auch Hannah Kramer (15/Kassel) und Leon Kausch (17/Lohfelden) belegten einen ersten Platz. Sie entwickelten ein Boot, das automatisch Proben nimmt und mit neun Sensoren Wasserwerte wie PH-Wert und Sauerstoffgehalt ermittelt. Das Boot könnte auf dem Bugasee eingesetzt werden, der in heißen Sommern von Blaualgen befallen wird.

 

Cedrik Pascal Haas (18/Vollmarshausen) und Hendrik Reisinger (18/Malsfeld-Beiseförth) haben mit einem neuartigen Kühlverfahren für Prozessoren ebenfalls einen ersten Platz belegt. Es kommt dort zum Einsatz, wo andere Methoden an Grenzen stoßen.

 

Nachfolgend die weiteren Erstplatzierten, die zum Landesentscheid fahren: Aaron Schlitt, neuartiges, einfaches Verschlüsselungsverfahren für Daten

 

  • Laura Hallmann und Dina Röhle, Methode zum Nachweis von Glyphosat 
  • Elias Mahn, Jan-Luca Müller und J ohanna Wolf, Verfahren vom Nachweis schädlicher Aluminium-Ionen aus Folien 
  • Justus Güttler, Verfahren zur Bestimmung von Fossilien und deren Zugehörigkeit zu Gattungen 
  • Fee Chin, Analyse über den Zusammenhang von Musik und Mathematik 
  • Max Heide, Annalena Kleck, und Jan-Luca-Neumark, Verkehrsoptimierung an ihrer Schule 
  • Johannes Korff, Philipp Lehmann und Christoph Maier haben das physikalische Phänomen der Wasserbrücke untersucht 
  • Jacob Roelcke und Lukas Schupp, Hörtypanalyse zur Auswahl des idealen Instruments 
  • Adrian Bardtke, Untersuchung der Auswirkungen regelmäßigen Ergometer-Trainings 
  • Jannik Meyer, neue Methode zum Umgang mit Makroskopischem Massenspektrometer.

 

HNA, 13.02.2016, von José Pinto