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Daimler investiert in Kassel 160 Millionen Euro und schafft neue Jobs
 

Neue Fertigungslinie für Hinterachsgetriebe

Das Mercedes-Benz-Achsenwerk in Kassel investiert in den kommenden beiden Jahren rund 160 Millionen Euro in den Standort und damit deutlich mehr als in der Vergangenheit.

 

Grund ist der Aufbau einer komplett neuen Fertigungslinie für die Herstellung von jährlich 100.000 Hinterachsgetrieben für PS-starke Fahrzeuge der C-, E- und S-Klasse, die allein 40 Mio. Euro verschlingt.

 

Dadurch entstehen 40 neue Arbeitsplätze. Das Werk beschäftigt seit Jahren konstant etwa 3100 Menschen – davon knapp 150 Zeitarbeiter – und ist damit der größte industrielle Arbeitgeber in der Stadt Kassel. „Das ist ein Meilenstein für den Standort“, sagte Werkleiter Professor Dr. Frank Lehmann bei der Vorstellung des Projekts. Die Vorbereitungen laufen auf Hochtouren.

 

Kassel ist im Daimler-Konzern zwar das weltweite Leitwerk für Lkw-, Bus- und Transporter- sowie Geländewagenachsen, aber zunehmend auch im Van-, SUV- und Pkw-Bereich aktiv. So liefern die Nordhessen seit einem Jahr bereits Vorderachsgetriebe an die autobauenden Werke des Konzerns. Mittlerweile steuert das Pkw-Segment 40 Prozent zum Umsatz bei. Genaue Zahlen nennt der Standort nicht.

 

Dass Kassel nun den Zuschlag für das begehrte Produkt gegen starke interne Konkurrenz bekommen hat, hat vor allem mit seiner großen Kompetenz bei der Radsatzfertigung zu tun. Die Kasseler sind die Spezialisten für die Reduzierung von Geräuschen in den Fahrzeugen, die von den Zahnrädern ausgehen. „Da haben wir ein Alleinstellungsmerkmal im Konzern“, erklärt Lehmann. Und wo immer an den Konzernstandorten Probleme bei der Zahnradfertigung auftreten, ist die Expertise der Kasseler gefragt – weltweit.

 

In Kassel werden neue Radsätze bis hin zu kompletten, einbaufertigen Achsensystemen entwickelt und montiert, Prototypen gebaut sowie Fertigungsprozesse inklusive Mess-, Prüf- und Testverfahren ausgeklügelt.

 

HNA, 11.08.2018, von José Pinto